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Wie wird man glücklich und wie wird man es nicht?

Viele Menschen bezeichnen mich als abgeklärt, zu realistisch, pragmatisch. Ist es verkehrt, in der Realität zu leben? Ich war auch mal Kind. Ich habe auch mal daran geglaubt, dass man sich Dinge nur doll genug wünschen muss, dann würden sie wahr werden. Irgendwann wird man aber älter, macht Fehler, die einem nicht mehr verziehen werden, weil man kein Kind mehr ist und sammelt Erfahrungen. Gute und schlechte. Und die schützen einen doch davor, Fehler zwei mal zu begehen. Fehler machen ist gut und nötig, sonst kommt man wohl nicht weiter. Aber man muss doch gerade dafür aus ihnen lernen und sie beim nächsten Mal nicht wiederholen. Ich möchte glücklich sein. Es ist ganz bestimmt eine Entscheidung die man trifft. Möchte man es, möchte man es nicht. Viele Menschen möchten es nicht, ohne es zu wollen. Sie laufen Glück hinterher und wenn es vor ihrer Nase liegt, treten sie drauf oder drehen sich um und schlagen einen anderen Weg ein. Manche suchen es in Religion, manche in ihrem Beruf, manche tun so als würden sie suchen. Ich glaube aber ganz fest, dass man niemals glücklich werden kann, wenn man sich etwas vormacht. Glücklich sein ist doch auch ein Stück weit Akzeptieren und dann daraus das beste machen, Dinge von verschiedenen Seiten betrachten und gucken, wie sie zu einem passen. Und ich verwechsle das nicht mit Abfinden. Vielleicht findet man niemals das Glück, wie man es sich vorstellt, aber man verändert sich doch ständig und damit müssen sich doch auch die Gegebenheiten ändern, die es braucht um glücklich zu sein. Ich glaube auch nicht, dass man glücklich wird, in dem man einen Gott darum bittet oder ihn darum bittet, sich mit benötigten Eigenschaften auszustatten. Es muss aus einem selber kommen. Und deswegen ist es auch so wichtig, darauf zu scheißen, was andere meinen und von einem wollen. Meine Mutter durch mein Verhalten unglücklich machen würde mich nicht glücklich machen. Das ist aber doch wieder etwas persönliches von mir, kommt aus mir. Meine Mutter ist unglücklich, bedeutet für mich wohl, dass es in meinem Glück auch einen Kratzer gibt. Aber das liegt an mir. Wenn ich etwas mache und andere mögen es nicht und meinen das sagen zu müssen, dann können sie das, neue Ansichtspunkte erweitern den Horizont, aber wenn ich aufhöre, zu tun, was ich ja begonnen habe, weil es mir etwas bringt und sei es nur Spaß oder gute Laune, dann bin ich doch einfach nur bescheuert. Man muss in der Realität glücklich sein um glücklich zu sein, denn sonst ist es kein reales Glück, sondern etwas, was man sich vormacht und dann kann man eigentlich auch jeden Tag jede Menge aufhellender Drogen nehmen, so muss man sich nicht mal wirklich selbst was vormachen.

28.1.13 14:59

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


bloodysun / Website (28.1.13 15:09)
Das ist doch endlich mal ein Wort

Leider ist es nur oft schwer, das wirklich so durchzuziehen, besonders der Punkt (den ich an sich mit am Besten in deiner Ausführung finde), wo du schreibst, dass man nicht mit etwas aufhören soll, nur weil andere es vielleicht blöd finden, denn man sollte das tun, was einen selbst glücklich macht. Es nur leider in dieser Gesellschaft, besonders für junge Leute, schwierig wirklich die Dinge zu tun, die einen selbst glücklich machen, wenn es nicht "Trend" etc. ist und es nicht von anderen akzeptiert wird, sprich, man mag eben als junger Mensch etwas, was vielleicht die ganze Klasse doof findet und man wird ständig dafür blöd angemacht, dann führt das oft bei jungen Leuten schon dazu, dass sie sich total verändern, eine Maske aufsetzen, nur um den anderen Leuten zu gefallen und dadurch ein Stück vermeintliches Glück zu erhalten.


(28.1.13 16:03)
Oh ja, das stimmt. Es gehört eben auch jede Menge Selbstbewusstsein oder Selbstwertgefühl dazu und das ist bei Kindern und Jugendlichen ja doch eher nicht so ausgeprägt, bzw. bildet sich. Aber genau dann zu den Dingen stehen, die man mag, ist bei dieser Bildung für mich so wichtig. Und wenn man Dinge lässt, weil man mit 16 nicht das Selbstbewusstsein hat, dazu zu stehen, dass z.b. Modelleisenbahnzubehör sammeln sein größtes Hobby ist, dann ist doch nur zu wünschen, dass man Jahre später, mit Abstand und einer erfahreneren Sicht sieht, dass es blöd war, sich dafür zu schämen, weil man Spaß dabei hat und es Teil der Persönlichkeit ist und eben in Zukunft nicht mehr so viel darauf gibt, wie andere einen beurteilen. Ich habe mit den Jahren gemerkt, bzw. bei mir war es definitiv so, dass mit fortgeschrittenerem Alter auch Selbstbewusstsein kommt, bzw. Unsicherheiten gehen. Als Kind und Jugendlicher werden einem so viele Dinge abgenommen und für richtig erklärt (z.b. du musst zur Schule, du brauchst gute Noten, du musst beliebt sein, du brauchst nen guten Abschluss), dass dieses Streben nach richtigem Glück und nicht das Abfinden mit der Zufriedenheit oder einem Zustand, jedenfalls in meinem Fall, erst später kommt, wenn man auf sich gestellt ist.

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